07.03.2010
Zwanzig und eine - Artikelreihe Hengstparade HistorischIm Programmheft war sie als Zwanzigste deklariert, doch dann kamen Zweifel auf- war im
vergangenen Jahr etwa doch schon die Einundzwanzigste (norddeutsche) Hengstparade??
Am 22.April 1989, Knuth auf der Heide und Nana Degenhardt hatten sich gerade auf dem ehemaligen Trakehnergestüt Wiedenhof in Jesteburg/Nordheide eingenistet, hatte Uwe Schenk, frisch gebackener Zuchtwart des IPZV-Nord, dort auf dem Moorhof zu einem zweitägigen Züchterforum eingeladen. Verein und Ausrichter brachten 18 Hengste auf den Plan, und die damals beachtliche Menge von 300 Zuschauern, Züchtern und Islandpferde-Interessierten, bekam Fürstliches geboten: Bruno Podlech referierte über Anpaarungsgrundsätze und moderierte den Auftritt der z.T. von weither angereisten Stars ( A.Trappe mit Glóblesi frá Sauðárkróki und Týr vom Rappenhof) und Sternchen; Dr Jürgen Fischer beleuchtete die tierärztlichen Aspekte der Zucht und Andrea Rostock die Wissenschaft der Zuchtwertschätzung…
Es war ein voller Erfolg, und es war klar: Das sollte sich von nun an alljährlich wiederholen!
Die Erfinderehre allerdings gebührt wie so oft einem Vereins-Mitglied: Der 2009 verstorbene Hans-Edmund Siemers, engagierter Züchter seit 1970 und einer der beinahe ersten Stunde im IPZV-Nord (Nr 107), hatte bereits 1987 zur „Norddeutschen Hengstschau auf den Neddernhof“ (der ersten überhaupt!) eingeladen, um vor Beginn der Decksaison den Züchtern und Stutenbesitzern die Hengste „ihres“ Zuchtgebiets zu zeigen und die Züchter zusammen zu bringen– ohne Turnierstress, mit Fahnen und Gastronomie, mit Spielmannszug und Schauprogramm, und nebenbei (wenn auch unter Publikumsausschluss) der Anerkennung von in anderen Bundesländern -damals noch staatlich- gekörten Junghengsten durch den hannoverschen Pferdezuchtverband.
Es war ein Novum und ein mutiger Schritt, wenn man bedenkt, dass es in dieser Zeit in ganz Deutschland kaum 100 Hengste gab -16 teilnehmende Hengste waren da sensationell!
Die allererste Hengstschau bundesweit
fand 1987 auf dem Neddernhof statt
Und sie kamen von überall her: Walter Feldmann mit Draupnir frá Kirkjubæ, die Podlechs mit Náttfari vom Wiesenhof, Andreas Trappe mit Þjassi frá Kirkjubae, Nonni mit Sær 1030 frá Akureyri...


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